Wurde Franjo Pooth betrogen?
Es tut sich was im Fall Franjo Pooth und seiner Maxfield-Firmenpleite.
Als erste Pleitegerüchte um Maxfield aufkamen, war noch von einem Sanierungskonzept für das Unternehmen die Rede, diese Pläne verliefen sich aber schnell im Sande und dies aus gutem Grund. Aktuell wurde Anklage gegen einen 56-Jährigen erhoben, der Pooth und ein beteiligtes Kreditinstitut in diesem Zusammenhang zu erpressen versucht haben soll.
Der 56-jährige Elektroniker mit den 13 Vorstrafen soll sich als Vertreter eines Finanzinvestoren aus den USA ausgegeben haben. Pooth, der Insolvenzverwalter und das Kreditinstitut kamen dann in Verhandlung über ein vermeintliches Sanierungskonzept für Maxfield - als der Angeklagte jedoch 250.000 Euro Vermittlungsprovision im Voraus verlangte, sprangen Pooth & Co. ab.
Im Anschluß soll es dann zu mehreren Erpressungsversuchen des Angeklagten gegen Mitarbeiter des Kreditinstitutes gekommen sein. Der Sanierungsplan wurde tatsächlich durch die Behörden in der Wohnung des 56-Jährigen sicher gestellt.
Falsche Fünfziger scheinen es auf dieser Welt verblüffend einfach zu haben. Kaum zu fassen, dass eine fiktive Identität offensichtlich problemlos am Verhandlungstisch Platz findet.



